Unterwegs in Schweden
Das Autofahren macht in Schweden noch Spass, da die Verkehrsdichte weitaus geringer ist als beispielsweise in Deutschland. Dies macht sich bereits nach kurzer Zeit bemerkbar, wenn man eine Stadt verlässt und viele Stunden auf dem sehr gut ausgebauten Strassennetz unterwegs ist. So kann es durchaus vorkommen, das man viele Kilometer zurücklegt ohne auch nur einem einzigen anderen Auto zu begegnen.Alkohol am Steuer ist auch in Schweden tabu. Maximal 0,2 Promille sind erlaubt. Die Polizei führt häufig Alkoholkontrollen durch. Man sollte sich auf jeden Fall an alle Vorschriften im Strassenverkehr halten, da ansonsten mit harten Strafen zu rechnen ist.
2008 wurde damit begonnen, die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überarbeiten. Dies soll vor allem dazu dienen, Schwedens Strassen sicherer zu machen. In den letzten Jahren sind ausserdem im ganzen Land Radarblitzanlagen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Durch fest installierte Schilder mit einem Kamerasymbol muss auf diese Anlagen rechtzeitig hingewiesen werden, so will es das Gesetz.
Besondere Vorsicht gilt den Streckenabschnitten, an denen Elchwarnschilder stehen. Diese Hinweisschilder sind keine Souveniers für Touristen! Hier ist unbedingt mit erhöhtem Wildwechsel zu rechnen. Wildunfälle machen ca. 50% aller Verkehrsunfälle in Schweden aus. Sämtliche Strassen sind gut beschildert. Das Abblendlicht muss bei jeder Fahrt eingeschaltet sein - auch tagsüber.
Die Hauptstrassen haben in der Regel auch einen Seitenstreifen, der dazu genutzt werden darf, schnellere Fahrzeuge überholen zu lassen. Viele Nebenstrassen haben einen unbefestigten Untergrund ( Rollsplitt ) und können sehr schmal sein.
Diese Wege haben deswegen in unregelmässigen Abständen
Ausweichstellen, welche mit blauen Schildern gekennzeichnet sind auf
denen ein weisses "M" (Mötesplats/Treffpunkt) steht. Sollten sich zwei
Fahrzeuge begegnen, besteht an diesen Stellen die Möglichkeit, den
Gegenverkehr vorbei zu lassen.
Wenn man aktuelles Kartenmaterial auf seinem Navi hat, lotst das System einen sehr gut durch Städte und über schwedische Hauptstrassen. Für Fahrten auf kleineren Strassen sollte man allerdings vorsorglich eine Karte dabei haben, da das Navi einen auch schon mal über Wege schickt, die eher für Geländewagen als für normale PKW geeignet sind.
An den Tankstellen gibt es nicht die in Deutschland üblichen Bezeichnungen "Normal", "Super" oder "Super plus". Statt dessen muss man üblicherweise vor dem Betanken an der Zapfsäule per Knopfdruck die gewünschte Kraftstoffart auswählen. Dabei entspricht 95 Oktan dem deutschen "Normal" und 96 Oktan dem "Super".98 Oktan ist zu wählen, wenn man "Super Plus" benötigt.
Tankt man an Säulen mit der Bezeichnung "Kassa", ist die Bezahlung in Bar oder mit Kreditkarte ( PIN-Code nicht vergessen ) an der Kasse möglich.
Andernfalls wählt man Säulen mit der Bezeichnung "Sedel/Konto".
Denn Tankstellen in Schweden verfügen nicht immer über Personal, dafür aber über Geldscheinautomaten. An diesen kann dann mit Banknoten im Wert von 20, 50 oder 100 Kronen bezahlt werden. So ist das Tanken rund um die Uhr möglich.
